Behinderung und Teilhabe mit MCS - eine Betrachtung

 

 

Informationen über den Antrag auf (Schwer)Behinderung an sich - findet

man hier unter: lebenszeit-cfs.de/GdB-antrag-Schwerbehinderung

bzw. hier: https://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Antrag_auf_Behindertenausweis_fuer_Umwelterkrankte.pdf

 

Eine gute Zusammenfassung mit dem Titel: "Warum Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS) exkludiert" Veröffentlicht am 19.01.2025 B.Wilkens

https://kobinet-nachrichten.org/2025/01/19/warum-multiple-chemikalien-sensitivitaet-mcs-exkludiert/

 

Und hier bei der MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein:

Die Situation von Personen mit umweltassoziierten Erkrankungen Probleme und Lösungsansätze
www.mcs-allgaeu.de/Situation_Umweltkranker_Probleme_und_Lösungsansätze_Juni_2022.pdf

 

MCS – Multiple Chemikaliensensitivität – bedeutet, dass die körperliche Abwehr auf Schadstoffe nicht mehr funktioniert und der Organismus ungebremst auf kleinste toxische Stoffe reagiert.

 

 

Dies hat Auswirkungen auf den gesamten Organismus:

 

MCS verändert für die Betroffenen ihr ganzes Leben.

Schaubild: Auswirkungen auf alle Körpersysteme: Zentrales Nervensystem, Immunsystem, Hormonsystem - Herz/Kreislauf, Muskulatur und Knochen, Atmungsorgane, Magen-Darm-Trakt, Gehirn...

Menschen mit Behinderungen haben an sich ein Recht auf:  

 

  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Es fehlt an barrierefreien Arbeitsplätzen)
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (es fehlt die Sicherheit von Unbedufteten Räumen)
  • Unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen (Diagnose wird oft als solches nicht ernstgenommen)
  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (Aber Kliniken sind nicht barrierefrei - Umweltmedizin ist keine Kassenleistung)

 

In der Realität ist der MCS-Betroffene jedoch weit entfernt von Barrierefreiheit - grundlegend ist die Erkrankung noch gar nicht anerkannt - trotz gelisteten Diagnoseschlüßel in der WHO.

Der ICD dient übrigens dazu zu verstehen, was Menschen krank macht und soll dazu führen, Maßnahmen zu finden und zu ergreifen, um Leiden zu verhindern und Leben zu retten.

 

Zitat eines Angehörigen: Zwischenzeitlich habe ich aufgegeben, den Menschen zu erklären, an was meine Frau leidet, weil es zu schwer nachzuvollziehen ist. Man kann es wohl nur richtig verstehen, wenn man selbst davon betroffen ist. Wir mussten bitter erfahren, dass MCS in unserem Umfeld völlig unbekannt ist.

Was könnte eine barrierefreie Teilhabe für MCS-Betroffene derzeit überhaupt bedeuten und welche Bereiche benötigen dringend eine Veränderung?!

Als Grundstein für eine barrierefreie Teilhabe (und damit Prävention für uns alle) fehlt es nach wie vor an Wissen und die Akzeptanz der Erkrankung in den Bereichen der Behinderung, Rente, Krankenkasse, andere Behörden, der Öffentlichkeit und großen Teilen des medizinischen Systems.

 

Gibt es hier nun Bewegung? Vor Jahren gabe es noch Ansätze dazu in der Politik - die erscheinen mir inzwischen gänzlich verschwunden:

So gab es zeitweise eine Sprecherin für Umweltgesundheit - an den folgenden Anfragen und Antworten zeigt sich, sinnbildlich - wie das Thema Umweltgesundheit bzw. Umwelterkrankung wieder "verschwunden" ist...im Folgenden die Antwort und "Pläne" von 2021

www.abgeordnetenwatch.de/profile/bettina-hoffmann/fragen-antworten

 

  • Die Wechselwirkungen unterschiedlichen Chemikalien im menschlichen Körper sind noch zu wenig erforscht.
  • Verbraucher*innen haben darüber hinaus oft keine Möglichkeit Informationen darüber zu erhalten, welche Chemikalien in welchen Produkten enthalten sind.
  • Nachweislich schädliche Chemikalien bleiben zu lange im Umlauf oder werden durch weniger gut erforschte Chemikalien mit ähnlicher Wirkung ersetzt.
  • MCS und anderen möglichen Umwelterkrankungen fehlt es an wissenschaftlicher und rechtlicher Anerkennung.
  • Sie wollen, dass es für die Betroffenen von Umwelterkrankungen einfacher wird, sowohl eine passgenaue medizinische Betreuung zu erhalten als auch angemessene sozialrechtliche Ansprüche, beispielsweise nach schadstoffarmen Wohnräumen oder Möbelbeihilfen für Neuanschaffungen, geltend machen zu können.
  • Eine Ombudsstelle für Umwelterkrankte wollten sie einrichten (allerdings auch schon Jahre zuvor). Sie sollte als unparteiische Schiedsperson als direkte Anlaufstelle für Betroffene dienen, die zwischen den Betroffenen und Verursacherinnen und Verursachern oder Behörden vermittelt, mehr Aufmerksamkeit für Umwelterkrankungen schafft sowie Hilfestellung bei der Suche nach umweltmedizinischer Beratung geben (Zumindest eine schöne Idee - meines Wissens kam es dazu nie)
  • Prinzipiell lassen sich chemikalienbedingte Barrieren unter die „umweltbedingten Barrieren" nach § 3 BGG fassen, dementsprechend beinhaltet die gesetzliche Definition für Barrierefreiheit laut §4 BGG auch eine chemikalienbedingte Barrierefreiheit.
  • Sie streben an, dass Umwelterkrankungen wie MCS im Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine Rolle spielen.
  • Sie fordern die Beschleunigung von Prozessen auf europäischer Ebene, um schädliche Chemikalien vom Markt zu nehmen.

Allerdings hörte sich die Antwort auf die gleiche Frage im Jahr 2023 schon wieder ganz anders an (Und da wäre als Koalitionspartei ja in der Umsetzung ganz anderes möglich gewesen):

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/bettina-hoffmann/fragen-antworten/guten-tag-frau-hoffman-ich-wollte-nachfragen-ob-es-eine-ombudsstelle-fuer-mcs-erkrankte-personen-gibt-bzw

Die Teilhabe von "chemical hurt people" ist leider in den letzten Jahren wieder mehr in den Hintergrund gerückt, als es zuvor schon war.

Dabei wäre die Erfüllung obiger Punkte, mehr als überfällig gewesen - und die Hoffnung dass hierbei die Feststellung des RKI in 2020, dass die umweltmedizinische Versorgung in Deutschland nicht ausreichend sei...daran etwas ändern könnte, hat sich leider im Nachgang auch nicht bewahrheitet.

https://www.rki.de/DE/Institut/Das-RKI/Kommissionen-am-RKI/Kommission-Environmental-Public-Health/Stellungnahmen-und-Berichte/Downloads/stellungnahme_versorgungssituation.pdf

 

Für eine verbesserte Lebenssituation und vor allem die Minderung von Leid und Ausgrenzung wären in folgenden Bereichen u.a. Veränderungen notwendig.

 

  • Aufklärung der Bevölkerung und der Ärzte - bereits hier kann wichtiges Infomaterial an die Betroffenen gegeben werden, je früher eine Schadstoffvermeidung erfolgen kann, um so besser und schneller kann eine Stabilisierung erfolgen - oft vergeht viel zu viel Zeit mit unnötigen Untersuchungen oder psychischen Fehleinschätzungen die das Leben der Betroffenen weiter belastet aber nicht zu einer Gesundung führen kann!
  • Den Dialog mit den Krankenkassen aufnehmen…Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit der Anerkennung der Umweltmedizin und der davon Betroffenen. Kassenzulassung der Umweltmedizin wäre auch ein vermehrter Anreiz für die Ärzte, sich damit zu befassen. Bisher können diese Diagnosen und Therapien nicht abgerechnet werden 
  • Aufbau einer umweltmedizinischen Versorgung und Zugang für alle - generell oder wenigstens die Sensibilisierung von Hausärzten (Anamnesefragebögen im Zusammenhang mit umweltmedizinischen Themen - In Zusammenarbeit mit aktiven Ärzten in der Umweltmedizin oder patientennahe Gruppen für Umwelterkrankte.) Auch Neurologen und Psychologen ist die Erkrankung unbekannt – Somatisierungsstörung/Anpassungsstörung sind hier noch die geringsten Diagnosen die man erhält, selbst wenn man offiziell von einem anderen Arzt MCS diagnostiziert bekommen hat und sich bereits in einer Umweltklinik aufgehalten hat. Sehr diskriminierende Erfahrungen sind hier verbreitet, von den Folgen einer vorschnellen Medikation von Psychopharmaka ganz abgesehen.

  • Auflistung von speziellen Kliniken und Arztpraxen, die ein MCS-Betroffener überhaupt besuchen kann! Bisher gibt es den Austausch der Betroffenen untereinander ...mögliche Infostellen hier: https://lebenszeit-cfs.de-Links

  • Bisher ist die umweltmedizinische Versorgung keine Kassenleistung, die Behandlungen wie auch die verordneten Mittel oder Therapieverfahren sind so gut wie immer privat zu bezahlen. Dies ist für viele nicht möglich!

    • Oder zumindest Einzelfallhilfen bei vorliegender Diagnose und spezieller benötigter Therapien wie z.Bsp. Entgiftungen, Blutwäsche, Darmsanierung und anderes.
    • Aufklärung was Medikamentenunverträglichkeiten bedeutet, mögliche Auswirkungen von Anästhesie und Information über deren Wirkmechanismen bei Erkrankten
    • Im Zahnbereich – wer trägt die Kosten verträglicherer Materialien oder die Voruntersuchung eines umweltmedizinischen Zahnarztes, so dass es nicht zu weiteren massiven Verschlechterungen kommt! (Inzwischen ist zumindest Amalgam in der EU verboten - aber die Kassen wollten unbedingt daran festhalten - obwohl es selbst Zahnärzte nicht mehr wollten (gefährdet sie selbst ja auch))
    • Anerkennung von Hilfsmitteln – Atemmaske oder verträgliche Handschuhe(Kontaktallergie) oder bei Zusatz und Folgeerkrankungen, Rollstuhl oder Rollator.

    • Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Mitarbeitern in Sachen Auswirkungen von Duftstoffen (Duftstoffe sind einzelne Bestandteile komplexer Gemische von Chemikalien, Duftstoffe gehören zu den leicht flüchtigen organischen Verbindungen – einige wenige haben Grenzwerte, die sich aber ja im Alltag oder den Pflegeprodukten summieren oder sie sind noch gar nicht erfasst). https://lebenszeit-cfs.de/Duftstoffe-Produktbeduftungen
  • Information und Motivation für Mitarbeiter im pflegerischen und medizinischen Bereich. Analog dem Patientenmanagement des Krankenhauses in Hamburg mit den zwei einzigen Zimmern für MCS-betroffene Patienten. (Wenn das noch aktuell ist) So ist es für pflegebedürftige MCS-Betroffene so gut wie gar nicht möglich, entsprechende ambulante Pflege als Hilfe ins Haus zu lassen oder gar in den Schlafraum. Aufenthalte in Arztpraxen oder im Krankenhaus können zu einer massiven Verschlechterung führen, falls sie denn überhaupt noch aufgesucht werden können.

  • Die Sensibilisierung über die Auswirkungen von Duftstoffen von Mitarbeitern im öffentlichen Raum und Kliniken, sowie Arztpraxen für die Duftstoffproblematik von Betroffenen (In den USA/Kanada gibt es zum Teil Duftstoff- und Parfümverbot für Mitarbeiter).

 

Barrierefreier öffentlicher Raum

  • Keine zusätzlichen Innenraumbeduftungen, Baustoffe / Möbel sind schon Belastung genug. Emissionsärmere Produkte wären natürlich nachhaltig wünschenswert.

  • Kontrolle und stetige Verbesserung der Innenraumluft – oder auch die Kennzeichnungspflicht von bedufteten Räumen, dies fordert auch der deutsche Allergiker und Asthmabund – DAAB. Bedenklich ist zudem auch, wenn der Einsatz von Duftstoffgemischen dazu genutzt wird, um mangelhafte Raumluftqualität zu maskieren.


Verträglicher und damit barrierefreier aber vor allem lebensnotwendiger Wohnraum

Siehe auch: Barrierefreiheit für "umwelterkrankt" Behinderte – in Sachen Wohngesundheit –Artikel von Herr Josef Spritzendorfer - Baustoffexperte mit Schwerpunkt Wohngesundheit: https://nullbarriere.de/barrierefreiheit-umwelterkrankt-behinderte.htm

 

  • Hilfe beim Umzug in eine verträgliche und damit barrierefreie Wohnung, sowie evt. Übernahme der erforderlichen Kosten oder Kaution der zuständigen Stellen. Der Zustand Betroffener in einer für sie nicht verträglichen Wohnung kann lebensbedrohliche Umstände annehmen - analog zu massiven oder latenten Vergiftungserscheinungen - körperlichen Schmerzen, Bewusstseinsstörungen, heftige Atemproblematik usw. sind nur ein Teil der möglichen Folgen…(Als Voraussetzung könnte ja die Diagnose so wie ein baubiologisches Gutachten dienen).
  • Schaffung von Notwohnungen für den Akutfall. Das Verbleiben in einem nichtverträglichen Wohnraum kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Es gibt Betroffene, die schlafen in ihrer Verzweiflung auf Campingplätzen, in Autos oder in der Gartenlaube!

  • Barrierfreies Krankenhaus und Pflegeheim, siehe kleiner Leitfaden von Genuk - (Gemeinnütziges Netzwerk für Umwelt-Erkrankte e.V.)

 

Daher wäre eine Zusammenarbeit mit bestehenden regionalen Selbsthilfegruppen und Vereinen, ein wichtiger erster Schritt um die Erkrankung, ihre Konsequenzen und die Lebensumstände der Betroffenen sichtbar und bekannt zu machen.

So dass eine Basis geschaffen werden kann, die Folgen von Multipler-Chemikalien-Sensitivität anzuerkennen und den Menschen einen normalen Zugang zum medizinischen System, zu hilfreichen Behandlungen, zu lebensnotwendigen Wohnraum und Zugang zum öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Mehr Informationen dazu: https://mcs-rosenheim.de

www.youtube.com/MCS-Menschen mit Multipler Chemikaliensensitivität

 

Bis jetzt ist es so, dass nicht nur eine komplett veränderte Lebensführung die Menschen belastet, sondern auch ihr ständiger Kampf sich zu erklären oder ihre Existenz zu sichern.

 

Die Lebensqualität vieler betroffener Menschen und ihrer Familien hängen davon ab, inwieweit ihre Umgebung und die sie umgebenden Menschen für sie verträglich sind! Information und Sensibilisierung können hier viel dazu beitragen, diese Lebensqualität erträglicher zu gestalten und im Umgang miteinander emphatischer und unterstützender zu sein.

 

Der Gedanke der Barrierefreiheit leitet sich übrigens aus dem Grundgesetz im Sinne der Gleichbehandlung ab. Somit darf niemand wegen einer Behinderung benachteiligt werden. 

Das BGG regelt die Gleichstellung behinderter Menschen im öffentlichen Recht. In diesem ist ein allgemeines Benachteiligungsverbot festgeschrieben und auch Regelungen zur Barrierefreiheit werden dort getroffen.

 

So gibt es den Beirat der Menschen für Behinderungen, seine Aufgaben sind es unter anderem:

 

  • die Anliegen behinderter Menschen zu formulieren und auf deren Umsetzung und Gestaltung hinzuwirken.
  • Projekte und Veränderungen zur Verbesserung der Integration behinderter Menschen zu initiieren.
  • Die Weitergabe von Informationen an Vereine, Gruppen und einzelne Betroffene und den Dialog mit ihnen zu fördern.
  • Die Öffentlichkeit für die Probleme und Belange behinderter Menschen zu sensibilisieren.
Allerdings kennen auch diese Beiräte viel zu wenig bis gar nicht die Problematik von Umwelterkrankten und ihre Einschränkungen.

Auf die Anfragen bei Politikern der letzten Jahre (also eigentlich vor der Pandemie) gab es oft die Antwort, dass dem Gesundheitsministerium des jeweiligen Landes - kein Bedarf vorliegt (also offizielle Zahlen aus der Statistik...was ja auch nicht geht...da es nicht diagnostiziert wird...)

Vor Jahren gab es noch ein wenig Hoffnung - zumindest in einzelnen Bundesländern - am Beispiel des "Indikus" Projekt in Bayern zu sehen, leider ist auch davon im Prinzip nichts übrig geblieben

Siehe dazu den Artikel: IndikuS und AWMF-S3-Leitlinie: Mit der Überschrift: "Wie das Hilfsangebot des innovativen bayerischen Landtagsbeschlusses Drs. 18/7485 konterkariert wird. Aus Sicht umweltassoziiert Erkrankter (v. a. Multiple Chemikaliensensitivität/MCS und Elektrohypersensitivität/EHS betreffend)

https://www.mcs-allgaeu.de/betroffene-fuer-betroffene.html

 

Dazu kommt: :

Die Einschränkungen durch MCS sind nicht in der Behindertengradfeststellung berücksichtigt...aber auch hier kann nur Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung für die Folgen der Zunahme der toxischen Stoffe im Alltag helfen. Zudem Berufserkrankungen durch Schadstoffe, übrigens seit den siebziger Jahre, zunehmend sind - es muss ja nicht MCS heißen...schadstoffbedingte Erkrankungen haben viele Namen! https://lebenszeit-cfs.de/umwelterkrankungen

Und auch hier ein kleiner Einblick in Sachen Berufskrankheiten durch schadstoffbelastete Berufsfelder:

baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Berufskrankheiten/Merkblaetter...Aufgelistete Erkrankungen durch chemische Einwirkungen! (Bitte langsam und bis zum Ende lesen und dann noch sicher sein - dass MCS-Betroffene sich das alles einbilden!)

Mehr in Sachen Antrag und Merkzeichen bei Schwerbehinderung: https://lebenszeit-cfs.de/antrag-behinderung.html

Wenn man die Hilfe einer EUTB-Beratungsstelle in Anspruch nimmt, dann kann es hilfreich sein auf die EUTB-Beratungsstelle in Kempten zu verweisen, da diese MCS kennen dürften.

teilhabeberatung.de/artikel/ergaenzende-unabhaengige-teilhabeberatung-eutb

 

 

Quellen und weiteres Informationsmaterial:

 

Grundlegende Informationen zu MCS, nach dem italienischer MCS-Konsens und Leitlinie für Multiple Chemikalien Sensitivität (MCS): Unverbindliche deutsche Übersetzung – nach der Studienlage von 2019 – aus dem Grundverständnis relevanter MCS-Aspekte aus Sicht der Klinischen Umweltmedizin

  • Behandlungsrelevante Informationen
  • Versorgung von MCS Patienten in Kliniken

www.infoamica.it/wp-content/uploads/2019/07/Italien-MCS-Konsensus-Deutsch_Version-3_2020.pdf

 

Beratung von KLIENTEN MIT UMWELTSENSITIVITÄTEN

Eine Information für Psychotherapeuten und Behandler

www.leben-mit-mcs.de

 

Präsentationshilfen zu MCS – jetzt auf Youtube abrufbar.

www.youtube.com=umweltsensibilität

Titel: "MCS - Menschen mit Multipler Chemikalien Sensitivität"

MCS-Selbsthilfegruppe MCS-Multiple Chemical Sensitivity-Selbsthilfegruppe Allgäu möchte Raum bieten für Erfahrungsaustausch, Informationen, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Aktivitäten. Hier sind auch Kleinanzeigen möglich für Betroffene (deutschlandweit -Kontaktmöglichkeiten, Wohnungsgesuche...)  und Newsletter

 

MCS-rosenheim.de/aktuelles ...MCS Selbsthilfegruppe Rosenheim (deutschlandweit)- sie möchten MCS-Betroffene und ihre Angehörigen unterstützen - auch Elektrosensible sind herzlich willkommen und weitere Co.Erkrankte sehr informative und aktuelle + Hinweise auf gute Erklärvideos zu MCS.

 

www.csn-deutschland.de/blog ... Rechtliche Anerkennung von Umwelterkrankten
 

lebenszeit-cfs.de/umwelterkrankungen...Schadstofferkrankungen haben viele Namen...

eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Barrierefreiheit_fuer_Umwelterkrankte.pdf...Barrierefreiheit für
Umwelterkrankte bzw. laufend auf Facebook: https://www.facebook.com/wohngesundheit

 

 

...Bildbeschreibung: "Auslagerung in einen verträglichen Bus während Sanierungsarbeiten" (Allerdings bereits 2014)

Heute über 10 Jahre später (2026) …folgte wieder eine „Wohnodyssee“.

Während die „erste“ Wohnung mich „unwissentlich“ weiter kränker machte, in die ich gezogen bin, da ich 2011 nach Beginn von letztendlichem ME/CFS in eine kleinere Wohnung zog (da nicht mehr arbeitsfähig) und ich dort n e u beginnen wollte und nicht wußte dass:

  • Frisch renoviert, neue Böden, Wandfarben und Möbel dazu noch neben einer Fabrik („seltsame Luft beim Fensteröffnen) mir nicht zuträglich sein sollten…(ich fand die neue Wohnung übrigens sehr hübsch und mochte den "Geruch von frischer Farbe"...)

Nachdem sich aber mein Gesundheitszustand (mir damals noch unerklärlich weiter stark verschlechterte...) war die Idee; mit meinem neuen Partner zusammenzuziehen...damit er "für mich sorgen" könne und ich so Zeit hätte mich "zu erholen".

Da wir aber noch immer viel zu wenig Wissen zu ME(cfs) hatten und auch nicht die möglichen Folgen auf die Entgiftungsorgane und Darm und damit Nährstoffverteilung im Körper usw. dazu die Leber/Niere/Lymphe...teilweise ja schon in Überlast durch virale Infekte, Darmerkrankungen, die oft begleitend oder ursächlich mitwirken uvm.

Wir also immer noch „nicht Bescheid“ wußten und wieder in einer frisch renovierte Wohnung ankamen, dazu noch mit einer bis dahin nicht wahrgenommenen Lärmbelastung (Straßenbahn auf Pflastersteinen) auch nachts (!) - in der sich mein Zustand drastisch verschlechterte, so dass wir nach 4 Monate mit allerletzten Kräften und etwas mehr Wissen es noch einmal woanders versuchten.

  • (Woher wir es wußten? Tatsächlich...natürlich zum einen, die Wahrnehmung, dass man auf vieles (massiv) plötzlich reagiert, was man zuvor noch nichteinmal bemerkt hatte + Recherche...was eigentlich meist nicht riechbare Bestandteile von uns umgebenden Produkten, Baumaterialien, Möbeln, Putzmittel, Zeitschriften, Pflegestoffe, Waschmittel usw. sind) aber auch eine Ärztin, die uns endlich darüber aufklärte!)

In der neuen Wohnstatt - wurden uns dann auch zehn (gute) Jahre geschenkt. Wir hatten auf ein so gut wie mögliches MCS-taugliches Leben umgestellt. Das ist ein Prozess - ein nicht einfacher vor Allem wenn man auch nicht alleine lebt.

Und nach 2-3 Jahren ging es mir auch gesundheitlich etwas besser - vor Allem war die Abwärtsspirale durchbrochen.

Es forderte viel von meinem Partner und Familienangehörigen – die diese „Umstellung“ ja mittragen mussten bzw. haben.

MCS fordert viel...auch Isolation und Abkehr von Familienangehörigen und Freunden

  • Es ist leider real…Menschen mit schwerem MCS oder EHS…haben keinen/kaum einen sicheren Ort mehr…wer die Kraft hat, lebt sogar in Campingwägen oder im Gartenhäuschen usw. Wobei dies eher möglich ist für Menschen die "primär" MCS haben mit sekundärem Fatigue...aber wer ME hat...schafft es nicht mehr "draußen" zu leben.

(Auch die Zusammenhänge mit EHS bei mir kamen erst später)

Dann 2025…die vollständige (energetische) Sanierung unseres Hauses von Seiten des Vermieters…

Ich kürze ab: Über 5 Monate war ich in verschiedenen Unterkünften „ausgelagert“…allein schon mit ME(cfs) kaum zu bewältigen – diese Erkrankung kann ich mir ja nun „nicht wegdenken“…aber zusätzliche Belastungen durch MCS bzw. EHS…sind noch möglich veränderbare Variablen.

Dazu mehr hier unter…https://lebenszeit-cfs.de/ueberraschende-wanderschaften

Am Ende war unser „safe space“ über zehn Jahre keiner mehr und es war unmöglich für mich und inzwischen auch für meinen Partner, der dort ein Asthma entwickelt hat nach der „Sanierung“ mit den entsprechenden Baustoffen zu leben, ohne eine massive und vor Allem schnelle Zustandsverschlechterung meines Verlaufes in Kauf zu nehmen.

Ich schreibe hier…auch wenn es oft über meine Belastungsgrenze geht …aber der Gedanke, dass uns umgebende Schadstoffe, die nicht mehr abgebaut werden können (in einem geschwächten Körper), durch das sich ständig Aufhalten müssen in Innenräumen, oft auch liegend mit überlasteten Entgiftungsorganen bzw. geschwächten Organen wie der Leber, Niere, Lymphe usw. , der zugenommenen Strahlung (Vor Allem in Sachen Routernähe, Wlan-Belastung)

  • Noch Variablen sind…die für eine Be-…und damit natürlich auch für eine Ent-Lastung des Körpers und der Organe führen können.

Kurze Anmerkung von mir...bei einer Absenkung der Schadstoffbelastung oder wie man im MCS -Bereicht sagt...das Umsetzen eines "CleanRaumes"...also Schlafen in einem Raum mit so wenig wie möglich drin - damit der Körper die Chance hat, mehr zu regenerieren, die Leber zur Ruhe kommt, ohne Strahlungsbelastung über nahe Router, Wlan, Handy, Elektrokabel (Flammschutzmittel) usw....sind bei einer jahrelangen "Belastung" mögliche Entlastungsfaktoren natürlich nicht sofort zu spüren! Das ist ein längerer Prozess...und je nach Symptomatik können sich hier aber Nervenschmerzen, Brainfog, Kopfschmerzen, Unruhe usw...zurückbilden...und vor Allem alle Organe weiter entlasten...was für alles was man sonst noch tut, damit es besser wird...mehr Raum zu haben.(Stichwort hier auch Unterstützung der Mitochondrien)

Dass dieses Wissen nicht verloren geht
…ich selbst…habe es viel zu lange
nicht gewusst – nicht realisiert – heruntergespielt – ignoriert – nicht umgesetzt…

(Aber wenn ich meine eigene nicht freiwillige "Feldstudie" ...von 2025 so betrachte unter dem Aspekt...mit verschiedenen Wohnoptionen im Zusammenhang von MCS und EHS...dann bestätigte sich meine Hypothese...)

Mein ME(cfs) hat ein bestimtes Level

kommen noch weitere Belastungen dazu...ändert sich das...

Abzüglich was bei mir PEM oder PENE auslösen kann
reagiert mein Körper auch stark auf toxische und strahlungsbedingte, generell und auch für mich "unsichtbare Barrieren" bzw. Umgebungsreize.

Was für einen Gesunden vielleicht noch "machbar ist"...ist es für einen Erkrankten vielleicht nicht (mehr)

Und auch bei mir gab es im Laufe der Jahre Toleranzverschiebungen (in beide Richtungen)

Es macht Sinn für mich zu schauen, wo ich Belastungen (unterschiedlichster Art)minimieren kann