Gedanken zu gesetzlichen Vorgaben

 

Diese Seite ist noch nicht in Gänze ausgereift :-) - ich bin kein Jurist - und die Themen die mir entgegenspringen und worüber bei mir Gedanken entstehen unterliegen keinem speziellen Ablauf. Ab und zu wird ja in anderen Artikeln von mir auch auf Gesetze hingewiesen - und manche möchte hier näher betrachten auf meine Weise.

 

Der Ärzte-Appell: Gegen das Diktat der Ökonomie in unseren Krankenhäusern (und was hat das mit cfs/mcs in der Folge zu tun?)

Seit 1. Januar 2004 werden Behandlungen in Krankenhäusern bundesweit nach diagnosebasierten Fallpauschalen, den sogenannten "Diagnosis Related Groups" (DRG), abgerechnet. Mit den DRG-Fallpauschalen wird die Höhe der Krankenhaus-Entgelte nach Art und Schweregrad der diagnostizierten Krankheit eingestuft.

 

Viele Ärzte und Ärztinnen erleben im Krankenhaus unlösbare Konflikte. Sie sollen Patienten heilen - und mit ihnen Gewinne erzielen. Ein System, das krank macht. Die Missstände sind so gravierend, dass sich 215 Ärztinnen und Ärzte als Einzelpersonen sowie 19 Organisationen geschlossen hinter den Ärzte-Appell stellen.

www.stern.de/gesundheit/aerzte-appell-im-stern--rettet-die-medizin ...vom 7.9.2019

 

  • Der fatale Effekt: Patienten rechnen sich - egal wie krank sie sind - in diesem System vor allem, wenn an ihnen viele "Prozeduren" durchgeführt werden. In der Fallpauschalen-Logik sind das alle Eingriffe von einer Spritze über Magenspiegelungen bis hin zu großen Operationen. Nicht ökonomisch interessant ist es, wenn Krankenhausärzte mit Patienten sprechen, über die richtige Diagnose nachdenken und in der Fachliteratur nachforschen, oder wenn sie Patienten erst beobachten, bevor sie in ungezielten Aktionismus verfallen.

 

Für jede genau definierte Erkrankung und ihre Behandlung im Rahmen stationärer Klinikaufenthalte sind bestimmte pauschale Beträge festgelegt, die die Klinik erstattet bekommt: die Fallpauschalen. Sie werden unabhängig von der Verweildauer der Patienten in der Klinik gezahlt.

 

So und nun - was bedeutet das für all die nichtgezählten und wahrgenommen Betroffenen mit CFS/ME und MCS (es liegen nämlich flächendeckend keine ausreichend verwertbaren Daten vor (weil sie nicht gezielt gesammelt werden) - wie aus sämtlichen Angaben und Antworten aus kleinen Anfragen an verschiedene Landesregierungen hervorgeht. Siehe: lebenszeit-cfs.de/downloadme-mcs.html

Was auch daran liegt...dass CFS und auch MCS bisher nur symptomorientiert behandelt werden kann (Was aber aber auch meistens nicht über die Kasse finanziert wird)...

 

Was wiederum dazu führt...dass durch die eigentlich in einigen Fällen vermeidbare Zuspitzungen der Situation - sich so starke Symptome bilden können und man evt. doch ins Krankenhaus muss oder geht (Zumindest geschieht dies meines Erachtens nach häufiger zu Beginn der Erkrankung...später überlegt man sich das dreimal...)

 

...man also mit akuten Herzbeschwerden, schweren Vergiftungserscheinungen oder kognitiven Ausfällen im Krankenhaus (wenn überhaupt) auftaucht - und selbst wenn es nicht bereits auf der elektronischen Krankenkassenkarte längst als Symptomatisierungsstörung oder andere psychische Feinheiten als Hauptdiagnose belegt ist...man als Herz- oder Angstpatient oder was auch immer aufgenommen wird...aber:

 

  • .."Als DRG-relevant werden nur Fälle ins Fallpauschalensystem übernommen, die mehr als 30 mal gemeldet werden. Behandlungsfälle, die seltener im Jahr vorkommen, sind statistisch nicht relevant und werden daher auch nicht ins Fallpauschalensystem übernommen...".

https://www.krankenhaus-statt-fabrik.de/122