Long-Covid und ME/CFS

 

 

 

 

Seit über zwei Jahren nun – hat sich das Leben durch einen Virus verändert – und es gibt Menschen – die auch nach einer Corona-Infektion – anhaltende Symptomatiken haben.

 

Hier eine Liste nach Orten für CoronaSelbsthilfegruppen (Stand Nov.22) : www.nakos.de/data/Online-Publikationen/2022/NAKOS-Corona-Selbsthilfegruppen.pdf

 

Halten diese länger als 6 Monate und erfüllen die Kanadischen Konsenskriterien zu ME-CFS -

 

N E W S

https://www.aerzteblatt-rheinlandpfalz.de/pdf/rlp2302_020.pdf

(Febr. 23) Eine selbst an Long Covid  erkrankte Medizinstudentin wird aktiv

"Wir können nicht einfach auf Forschungsergebnisse warten sondern brauchen jetzt Versorgungsstrukturen".

Viele Erkrankte aus der ersten Covid „Welle“ sind noch immer arbeitsunfähig und fallen aus den Sozialsystemen.

So unter anderem:…“Denn eine rein aktivierende Reha kann bei schweren Fällen sogar
kontraproduktiv sein und zu einer Verschlechterung führen.“

Hier spricht sie das Symptom der Zustandsverschlechterung – Post-Exertional-Malaise an.

 

easy-feedback.de/Reha/1593336/lBI8oz-bb0d3f6a12318992cedb9ad1ca009dd9 ...Online-Befragung bis zum 12. Februar 2023 zu stationärer Rehabilitation bei Long/Post-COVID durch Long-Covid-Deutschland. Wie wirkt sich stationäre Rehabilitationen auf Long COVID bzw. das Post-COVID-Syndrom auswirken. Dafür wurde von LCD eine Online-Befragung mit 40 Fragen (Multiple-Choice) entwickelt. Über die Befragung soll u.a der Einfluss einer Reha auf die Arbeitsfähigkeit und den Gesundheitszustand ermittelt werden.

Die Daten aus der Befragung fließen in die gesundheitspolitische Arbeit von LCD ein (z. B. für den Austausch mit Kostenträgern, Politik und Forschung).
Die Befragung richtet sich an Personen ab 18 Jahren, die wegen Zustand nach COVID-19 bzw. der Indikation Long/Post-COVID (inkl. Post-Vac-Syndrom) einen stationären Aufenthalt in einer Rehaklinik wahrgenommen haben. Der Abschluss der Reha muss zum Zeitpunkt der Befragung mind. vier Wochen zurückliegen.

 

www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/studie-long-covid ...Mindestens zehn Prozent aller Infizierten weltweit kämpfen mit den Spätfolgen einer Corona-Infektion, so das Ergebnis einer neuen Studie. Die Autoren kritisieren: Die Diagnose- und Behandlungsoptionen seien unzureichend. (23.1.23)

 

Visualization of the invisible disease ME/CFS - LongCovid in front of the German Bundestag!

https://www.tagesschau.de/multimedia/livestream-3-107.html

Am 19. Jan.23 wurden 400 Lazarettbetten vor dem Deutschen Bundestag stehen. Auf jedem Bett wird das Foto eines Menschen zu sehen sein, der sich von der Politik im Stich gelassen fühlt, weil sie viel zu lange keine Verantwortung übernommen hat, Leitsignale an die Medizin zu richten um sie für Forschung und Verantwortung gegenüber den an ME/CFS, LongCovid erkrankten Menschen zu aufzubringen. Eine Initiative von "Nichtgenesen".



Für viele Gesunde mag so ein Artikel erschüttern:

m.focus.de/gesundheit/news/liegt-seit-einem-jahr-in-dunklem-zimmer-9-jaehriger-long-covid-patient-ruehrt-zu-traenen-und-inspiriert-zu-protestaktion_id_183284589.html

…aber genauso sieht das Leben vieler erkrankter Menschen weltweit aus! Und auch das von Kindern und Jugendlichen

Durch die Zunahme von ME/CFS als schwerste Form von LongCovid hat @nichtgenesen – diese Aktion initiiert.

Studie zum Post-Covid-Syndrom startet - 20.12.2022

Die vom Würzburger Institut für Allgemeinmedizin geleitete Pilotstudie PreVitaCOV ist eine der ersten medikamentösen Therapiestudien zu langfristigen Symptomen nach einer Infektion mit COVID-19.

Gegen das Post-Covid-Syndrom gibt es bislang keine wirksame Therapie. Die Universitätskliniken Würzburg, Tübingen und Kiel evaluieren jetzt eine Behandlungsoption in der Studie PreVitaCOV. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/einblick/single/news/studie-zum-post-covid-syndrom-startet

  

cfc.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/kompetenzzentren/cfc/Landing_Page/Kanadische_Kriterien_mitAuswertung.pdf

- kann diese postvirale Infektion auch zu ME-CFS führen, zumindest besteht die Option. Seit Jahrzehnten gibt es Deutschland-und Weltweit ME-CFS Erkrankte – die u.a. durch eine vorangegangene Virusinfektion – wie zum Beispiel EBV vom Pfeifferschen Drüsenfieber – sich nie mehr ganz erholt haben. Dieses Wissen zu nutzen um auch den Long-Covid-Betroffenen zu helfen - dafür setzt sich u.a. die Berliner Charite ein.

 

Sowohl der aktuelle Stand der Aufklärung, als auch die medizinische Versorgungssituation ist jedoch für die allermeisten der Betroffenen und hier ME/CFS insbesondere aber auch LongCovid Betroffene, die durch Zustandsverschlechterung nach Belastung (Post Exertional Mailaise) leiden weiterhin prekär.

 

www.aerzteblatt.de/Myalgische-Enzephalomyelitis-chronisches-Fatigue-Syndrom-(ME-CFS)-Wenn-nichts-mehr-geht ...(18.11.22)

MEDIZINREPORT - Myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS): Wenn nichts mehr geht

Dtsch Arztebl 2022; 119(46): A-2014 / B-1670

"Durch die Coronapandemie kann noch einmal eine erhebliche Anzahl an Betroffenen hinzukommen. Denn ein großer Anteil der Personen, die an einem Post-COVID-Syndrom leiden – vermutlich etwa 20 % –, haben ein ME/CFS. Vielen Ärztinnen und Ärzten ist zudem die Erkrankung nicht bekannt, sodass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Es gibt sehr wahrscheinlich viele nicht erkannte Betroffene und viele mit Fehldiagnosen, wie psychosomatische oder psychiatrische Krankheiten."

 

  • Leider betrifft das auch Kinder und Jugendliche! Mehr Informationen dazu und aktive Gruppen - für Austausch aber auch um gemeinsam in die Öffentlichkeit zu gehen - damit auch Kinder und Jugendlichen eine Perspektive haben - hier unter:

lebenszeit-cfs.de/longcovid-kinder

 

 

www.berliner-kurier.de/berlin/berliner-charite-professorin-ist-die-einzige-hoffnung-fuer-viele-long-covid-erkrankte …Weltweit führende Expertin für ME/CFS :Berliner Charité-Professorin ist die einzige Hoffnung für viele Long-Covid-Erkrankte (04.10.22)

Das müsste nicht sein - dass es nur so wenig informierte Ärzte und Kliniken gibt im Umgang mit den Erkrankten - wenn das Thema (postvirale Erkrakungen) nicht seit Jahren derart ignoriert worden wäre und noch immer in weiten medizinischen Kreisen falsch eingeordnet wird - was zu unterlassenen Untersuchungen bzw. Fehlbehandlungen führen kann.

Siehe: lebenszeit-cfs.de/me-cfs-psychiatrisierung

Folgendes zeigt wie schwierig der Umgang mit so einer multisystemischen Erkrankung ist - in der alte medizinische Paradigmen nicht aufgegeben werden wollen:

www.bundespraesident.de/Frank-Walter-Steinmeier/2022Verdienstorden…am 30.9.22 erhält Frau Prof. Dr. Scheibenbogen der Berliner Charite das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit, dem Aufbau des Fatigue Centrums an der Berliner Charite und den Einsatz für das Chronische Fatigue Syndrom und ihre Aufklärung zu Long-Covid.
Aktualisierung der Umsetzung des nationalen Aktionsplans (Stand 27.09.22) durch Longcoviddeutschland.org und DeutscheGesellschaft/MECFS/Aktionsplan
Mehr dazu hier unter: Lebenszeit-cfs.de/changeme-cfs

 

Die Bundesregierung hat es sich im Koalitionsvertrag zur Aufgabe gemacht ein deutschlandweites Netzwerk von Kompetenzzentren und interdisziplinären Ambulanzen für ME/CFS und die Langzeitfolgen von COVID19 aufzubauen.

 

  • Hier sollte auf das bereits vorhandene klinische Wissen in Deutschland zurückgegriffen werden und das Wissen der Patient*innenorganisationen vertretend für beide Krankheitsbilder (ME/CFS und Post-COVID-Syndrom) genutzt werden

  • Hierzu wurden von der Deutsche Gesellschaft für ME/CFS und Long COVID Deutschland für die Schaffung eines Netzwerkes von Kompetenzzentren und interdisziplinären Ambulanzen ein entsprechendes Konzept entwickelt und dem BMG sowie einzelnen Bundestagsabgeordneten übergeben.

Nach Aussagen des BMG wollen sie sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 mit der Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Maßnahmen befassen.

Laut Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach befinde sich ein Gesetz zur Schaffung von Kompetenzzentren für ME/CFS und das Post-COVID-Syndrom in Vorbereitung. Eingebunden in diese Planung wurden die Patienten-Organisationen leider bisher nicht.

 

Hierzu die Konzepte der Patientenorganisationen - die hoffentlich Berücksichtigung finden!!!!

 

longcoviddeutschland.org/wp-content/uploads/2022/09/Konzept-CFS-PCS-Kompetenzzentren.pdf

longcoviddeutschland.org/wp-content/uploads/2022/09/Konzept-CFS-PCS-Aufklaerungskampagne.pdf

longcoviddeutschland.org/wp-content/uploads/2022/09/Konzept-CFS-PCS-Foerderrichtlinie.pdf

 

 

www.charite.depressemitteilung/artikel/nach_covid_19_chronische_erschoepfung_und_kognitive_einschraenkungen

Pressemitteilung der Berliner Charité vom 21.9.22 - Forschende der Charité und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sprechen von den sich zeigenden Symptomen von Long-Covid – aus dem sich auch ein Chronisches Erschöpfungssyndrom – ME/CFS (ME=Myalgische Enzephalomyelitis) entwickeln kann. Eine Erkrankung die auch schon vor der Pandemie viele Menschen weltweit betroffen hat und die bis dahin kaum Aufmerksamkeit fand. Viele Menschen sind zuvor schon an ME/CFS u.a. (nicht nur) aber auch zum Beispiel über den Epsteinbarrvirus (Pfeiffersche Drüsenfieber) erkrankt.

 

uploads-ssl.webflow.com/PolitischeForderungenCovid_MELucke.pdf...Karsten Lucke, Mitglied des Europäischen Parlaments aus Rheinland-Pfalz und Mitglied des Covid-Sonderausschusses stellt fest (2.8.22).:

…erst Long-Covid, dann Post-Covid und schließlich ME/CFS“ dem möchte er entgegenwirken mit seinem Forderungskatalog

www.karstenlucke.eu/aktuelles/meine-politischen-forderungen-zu-long-covid

Er möchte den Betroffenen ein „endlos erschöpfendes Diagnoseverfahren“ ersparen um so frühzeitig der Erkrankung entgegenwirken können.

  • Wenn öffentliche Personen seine politischen Forderungen hierin unterstützen möchten – können sie sich per Mail mit Vorname, Name und Funktion via E-Mail - europa (at) karstenlucke.eu – an ihn wenden, so dass dies öffentlich kenntlich gemacht werden kann und so die Forderung mehr Nachdruck erhält.

Wer öffentliche Personen – Ärzte, Politiker*innen kennt – die hieran Interesse haben könnten, dann bitte diese Information weiterleiten.

 

Fachartikel zum Post-COVID-Syndrom mit Belastungsintoleranz und ME/CFS (Juli 22) aus „die Innere Medizin“ – vormals der Internist.

Diagnosekriterien und Unterscheidung zu anderen Erkrankungen - medizinisches Fachwissen zur Diagnostik an Long-Covid oder/und ME/CFS Erkrankten

link.springer.com/article/-022...Post-COVID-Syndrom mit Fatigue und Belastungsintoleranz: Myalgische Enzephalomyelitis bzw. Chronisches Fatigue-Syndrom (13. Juli 22)

 

 

www.rki.de/SharedDocs/FAQGesundheitliche_Langzeitfolgen (Stand 19.7.22) LongCovid Informationen des RKI

Unter den Symptomen wird auch ME/CFS erwähnt - dass sich aus einem Long-Covid entwickeln kann.

Es wird die Dringlichkeit gesehen für Long-Covid:

„Aufgrund der Vielfalt des Beschwerdebildes ist es derzeit besonders dringlich, einen Konsens zur Definition von Long Covid in wissenschaftlichen Studien herzustellen. Dies ist auch wichtig, um die ursächlichen Zusammenhänge und Krankheitsmechanismen von Long COVID besser zu untersuchen und Therapieansätze zu entwickeln.“

 

Und in Sachen ME/CFS:

"Bei einem Teil der Personen entwickelt sich infolge der SARS-CoV-2-Infektion zudem ein Symptomkomplex, der Ähnlichkeit mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom, ME/CFS) aufweist. Die Ursachen für CFS/ME sind bislang ungeklärt, aber Immunreaktionen nach Virusinfektionen spielen nach bisherigen Erkenntnissen eine wichtige Rolle. Schwere chronische Beeinträchtigungen der körperlichen und psychischen Funktionsfähigkeit und eine ausgeprägte Verschlechterung nach leichter körperlicher Belastung sind charakteristisch für das Krankheitsbild einer ME/CFS und haben bleibende Behinderungen bei der Ausübung von Alltagsfunktionen, sowie Verluste an Lebensqualität und gesellschaftlicher Teilhabe zur Folge. Bislang ist unklar, wie groß der Anteil von Menschen mit ME/CFS nach SARS-CoV-2-Infektion ist.

  • Bleibt die Frage – warum es zu ME/CFS keine eigene Leitlinie gibt zu Long-Covid dagegen schon. Und warum ME/CFS Betroffene trotzallem noch immer schädigende Therapie und fehlender Versorgung oder Anerkennung ausgesetzt sind – bis hin zu dem Vorwurf der Selbstinszenierung!

Erste Schritte zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans der deutschen Gesellschaft ME/CFS und Long-Covid-Deutschland im Mai 22 erreicht:

Die Studien finden an mehreren Kliniken statt (NKSG PCS/CFS) um zeitnah Medikamente und Behandlungsoptionen für das Post-COVID-Syndrom und ME/CFS zu prüfen.

Mit dabei: Vier Universitätskliniken in Deutschland (Berlin, München, Erlangen und Lübeck).

 

…in der Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft ME/CFS hat sich die Initiative Long Covid Deutschland für eine gesundheitliche Aufklärung eingesetzt…in der nun jedoch veröffentlichten Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Mai 22)……kann ich jetzt keinen Hinweis auf ME/CFS mehr finden…(außer eine ganz kleine Erwähnung…“zu Langzeitfolgen sind auch von verschiedenen anderen Viruserkrankungen bekannt, zum Beispiel von dem Pfeifferschen Drüsenfieber“)

  • ... nach der Initiative für LongCovid Deutschland: "sind sie nicht ganz glücklich über jede Formulierung aus der Veröffentlichung der BZgA" - spiegelt sich hier der Weg wieder - wie Patientenvereine von ME/CFS versuchen bei zum Beispiel der (leidigen) Müdigkeitsleitlinie - mitzuwirken? (Bisher gibt es keine eigene für ME/CFS!) - deren aktuallisierte Veröffentlichung steht übrigens noch aus)

So ist es schwierig auch einige Bundesländer weiter zu aktivieren…an der Versorgungssituation von ME/CFS Betroffenen und Long-Covid Betroffenen zu arbeiten (beides postvirale Erkrankungen) – zudem auf die „Neuheit der Erkrankung verwiesen wird“. Lt. dem kommissarischen Direktor der BZgA.

Aber so "neu"ist sie nicht - wie das auch Frau Prof. Dr. Scheibenbogen an der Berliner Charité sieht - und so und so bleibt viel Wissen zu ME/CFS was auch für Long-Covid Betroffene nützlich sein kann – als bereits schon vorhandene Ressourcen – ungenutzt.

 

Denn auch Long-Covid-Betroffene erfahren oft - dass das medizinische System - für multisystemische Erkrankungen bzw. Beschwerden (noch) nicht ausgelegt ist.

Es sei zu wünschen – dass dies Long-Covid-Betroffene nicht - wie Jahrzehntelang den ME/CFS-Betroffenen ergeht. Aber auch hier war schon früh zu beobachten, dass es vor Allem die aktiven Patientenvereine waren und sind – die auf eine gute Versorgungsstruktur hinarbeiten und es auch hier leider kein "Selbstläufer" ist.

 

  • Nicht nur weil die Erkrankung „neu“ ist…sondern auch – weil sie multisystemisch und individuell ist – und…somit (auch) nicht in das bestehende Gesundheitssystem passt!

 

Hoffentlich verlaufen die Mechanismen der Anerkennung und der Förderung und Forschung nach sinnvollen Therapie-und Diagnostikmöglichkeiten - nicht immer in "denselben" Bahnen.

Denn auch hier:

In der Antwort der kl. Anfrage beim Bundestag - Drucksache 19/32509 Pflege und Versorgung in Rehabilitationskliniken vom Sept. 21 – zeigt sich nach wie vor – dass kein wirklicher Bedarf gesehen wird…die Versorgungskonzepte seien ausreichend.

mecfs.de/stellungnahme-zur-antwort-der-bundesregierung-auf-eine-kleine-anfrage

longcoviddeutschland.org/wp-content/uploads/2021/09/Pressemitteilung-Petition-17.-August-2021.pdf

 

Dabei verweist auch die Deutsche Gesellschaft für mediz. Rehabilitation darauf, dass in Rehakliniken aufgrund der hohen Anzahl an COVID-19-Erkrankten mittlerweile Versorgungsengpässe bestehen.

Ein übergeordnetes Rehakonzept dazu gibt es derzeit noch nicht.

bar-frankfurt.de/themen/weiterentwicklung-und-forschung/long-covid-in-der-reha-erhebung/ausgestaltung-der-medizinischen-rehabilitation-fuer-menschen-mit-long-covid.html

Da ein wichtiger Teil der Reha – jedoch Arbeitstherapie und Belastungserprobungen sind – läuft das nach wie vor entgegen der Kernproblematik von ME/CFS und z.T. auch von den Long-Covid Betroffenen! Denn auch bei einer möglichen Eingliederung muss die PEM berücksichtigt werden – die Leistungskurve bei ME/CFS und wie jetzt festgestellt auch bei Long-Covid verläuft n i c h t linear!

Mehr zur Reha und ME/CFS auch auf meiner Homepage unter ME/CFS-Reha: lebenszeit-cfs.de/reha.html

Es gibt durchaus Politiker - die sich Gedanken machen über mögliche Therapieansätze - wie der Gesundheitsminister in Bayern, so sieht er in der Erforschung interdisziplinärer und integrativer Behandlungsansätze zusätzliche Chancen für die Therapie des Post-COVID-Syndroms.... „Die integrative Medizin kann uns bei der Therapie von Post-COVID dabei helfen, die Möglichkeiten der konventionellen Medizin und der Naturheilkunde in einem ganzheitlichen Ansatz bestmöglich zu nutzen. Deshalb unterstützt die Staatsregierung entsprechende Forschungsprojekte im Rahmen der bayerischen Förderinitiative Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom.“

stmgp.bayern.de/presse/holetschek-staerkt-interdisziplinaere-forschung-in-der-post-covid-behandlung-bayerns

A b e r generell - W a r u m?

... müssen auch Covid-Betroffene sich erst ein Platz im Gesundheitssystem erkämpfen?

Zwar ist der Begriff – Long-Covid noch mehr in „aller Munde“ wie ME/CFS – und trotzdem noch immer 2/3 der Post-Covid-Ambulanzen sind nicht interdisziplinär ausgerichtet und spezielle Rehas nicht vorhanden.

Mehr Infos dazu bei : longcoviddeutschland.org-Faktenblatt-Dez-2021.pdf

www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-Podcast-Long-Covid-und-Post-Covid ...Long Covid und Post Covid - ein Riesenproblem für die Gesellschaft - Aufschlussreiches Interview im NDR mit Frau Prof. Scheibenbogen und ihre Erfahrungen an der Berliner Charite
(
12.04.2022)

 

Damit sich das ändert - arbeitet Long-Covid-Deutschland auch mit der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS zusammen

so haben sie einen Nationalen Aktionsplan für ME/CFS und Post-Covid erarbeitet:


Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS und Long COVID Deutschland haben der Bundesregierung einen "Nationalen Aktionsplan zu ME/CFS und dem Post-COVID-Syndrom" vorgelegt und Gespräche aufgenommen.

Da es immer noch kein koordinierter Wissenstransfer zu ME/CFS – Post-Covid – und andere postinfektiöse Erkrankungen gibt, braucht es ein Kompetenznetzwerk der unterschiedlichsten Akteure – zum Versorgungsaufbau der Betroffenen und der Umsetzung des Koalitionsvertrages und der EU-Resolution!

 

Dabei geht es um die wichtigsten notwendigen Eckpfeiler in der Versorgung der Erkrankten

  • Spezielle Fallpauschalen sollten für auf Post-COVID und ME/CFS spezialisierte
    Hochschulambulanzen mit den Krankenkassen ausgehandelt werden.
    • Für die Behandlung von Post-COVID und ME/CFS sollten haus- und kinderärztliche
    Chronikerpauschalen mit den Krankenkassen ausgehandelt werden.
    Disease-Management-Programme (wie beispielsweise bereits für Diabetes oder
    Bluthochdruck etabliert) sollten für Post-COVID und ME/CFS eingeführt werden.
    Die telemedizinische Versorgung immobiler Betroffener durch spezialisierte Zentren
    sollte gesondert vergütet und von der Versorgung vor Ort entkoppelt werden.
    • Analog der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) und der
    psychosozialen Nachsorge müssen aufsuchende interdisziplinäre, medizinische
    und psychosoziale Versorgungskonzepte für die Schwerstbetroffenen entwickelt werden.

Denn nach wie vor, wie im Aktionsplan gut erläutert:

..."fehlt es in Deutschland weitestgehend an fachlichem und evidenzbasiertem Wissen über postinfektiöse Krankheitsbilder wie ME/CFS, dem Post-COVID-Syndrom oder POTS. In der Folge kommt es bei Betroffenen nicht selten zu Fehldiagnosen. Daraus
resultieren häufig ungenügende und schlimmstenfalls kontraindizierte Therapie- oder Rehabilitationsmaßnahmen. Diese führen häufig zu ungenügendem Krankheitsmanagement, Verschlechterung des Krankheitszustandes, vermeidbarer Chronifizierung, Stigmatisierung, sozialer Isolation..."

 

Für interessierte Ärzt/innen gibt es jedoch u.a. folgende Möglichkeiten sich zu informieren und so bestmöglichst ihren Patienten helfen zu können!

 

www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/informationen-fuer-aerztinnen-und-aerzte

Unterlagen zur Diagnostik und Therapie im Ärzteportal

Wer zu medizinischen Fachkreisen gehört, kann Informationen zu ME/CFS nach dem Login via DocCheck erhalten.

  • Ansätze für Diagnose- und Therapieempfehlungen
  • eine akkreditierte Videofortbildung der Charité Berlin und TU München
  • die Möglichkeit, sich für einen kostenlosen Newsletter anzumelden

Die Informationen im Ärzteportal wurden in Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten des Instituts für Immunologie der Charité zusammengestellt.

www.mecfs.de/longcovid...die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS hat auf ihrer Seite Long-Covid hinzugefügt. Sie beschreiben Symptome, Diagnostik, Therapie und Überschneidungen zu ME/CFS

 

Informationen zu Post-Covid-Ambulanzen in Deutschland

c19langzeitbeschwerden.de/post-covid-19-ambulanzen-deutschland

 

Informationen zu Langzeit Beschwerden bei Long-Covid

c19langzeitbeschwerden.de

 

tagesspiegel.de/politik/long-covid-und-me-cfs-im-koalitionsvertrag-ein-historischer-erfolg-fuer-die-erkrankten...Long Covid und ME/CFS im Koalitionsvertrag „Ein historischer Erfolg für die Erkrankten“ (30.11.21)

 

W e i t e r e ARTIKEL

 

www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-Podcast-Long-Covid-und-Post-Covid ...Long Covid und Post Covid - ein Riesenproblem für die Gesellschaft - Aufschlussreiches Interview im NDR mit Frau Prof. Scheibenbogen und ihre Erfahrungen an der Berliner Charite
(12.04.2022)

..."Long Covid kam nicht überraschend" so Daniel Hattesohl, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS (28.07.21)

background.tagesspiegel.de/gesundheit/long-covid-kam-nicht-ueberraschend

 

 

mcas-hope.de/blog/corona-und-seine-spaetfolgen-spielen-mastzellen-eine-rolle/...Corona und seine Spätfolgen – Spielen Mastzellen eine Rolle? Gedanken und Infos dazu von der Interessensgemeinschaft Mastzellaktivierungssyndrom

Und hier die deutsche Gesellschaft ME/CFS: Postvirale Fatigue nach einer Corona-Infektion: Kann man von ME/CFS lernen? - Warnzeichen Belastungsintoleranz und die Bedeutung der Schonung

https://www.mecfs.de/postvirale-fatigue-nach-einer-corona-infektion-kann-man-von-me-cfs-lernen

 

  

Wenn eine Krise zu sehr belastet dann suchen sie bitte Unterstützung: zum Beispiel bei der Telefonseesorge. Die Beratungen und Anrufe sind kostenfrei!