Warum der Friede uns braucht....

 

….weil er sonst nicht existiert! ….Die Auseinandersetzung mit seinem eigenen Geist, seinen Ängsten und Erwartungen - kann unseren Geist friedlicher machen - und etwas davon in die Welt tragen...

 

Frieden ist etwas existenziell Wichtiges für unser (Über-)Leben hier. Bei all der derzeitigen Berichterstattung - die oft mehr darauf ausgerichtet ist was -nicht Geht - was Angst macht - ....anstatt zu schauen - was Geht und was Zuversicht macht...und auch wofür unsere Art zu leben verantwortlich ist.

 

Frieden oder Friede (von althochdeutsch fridu „Schonung“, „Freundschaft“) ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“ und damit verbundener Friedensbemühungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Frieden

 

In der griechischen Antike: Eine Art Zustand von Ordnung und Wohlstand.

Andere Bedeutungen von Unversehrtheit, wohlbehalten oder Glück – freundlich miteinander sein – Frieden als Frucht von Gerechtigkeit!

Die Tugend der „Friedfertigkeit“ im Sinne der Fähigkeit und Bereitschaft, Frieden zu stiften.

Wichtiger Begriff: der soziale Frieden…bestehend aus Verteilungsgerechtigkeiten…

 

Also Frieden auf verschiedenen Ebenen…die Abwesenheit von Krieg…aber auch innerstaatlich, innerfamiliär…innerpersönlich…also alles ziemlich komplex…denn die Welt ist oft eben…nicht so…es gibt Krieg zwischen Staaten und Volksgruppen, es gibt Verteilungskämpfe innerhalb einer Gesellschaft…es wird nicht „gerecht“ verteilt (Arbeitsplätze, medizinische Versorgung, Wohnraum, z. T. auch Bildungsmöglichkeiten…Finanzen, es gibt Machtstrukturen die verhindern – dass alle (friedlich) miteinander eingebunden werden..und leider sind hier die Kirchen und der Staat nicht auszunehmen.)

 

Aber Frieden kann man vielleicht auch lernen (ich utopiere jetzt)…im Rahmen der Ausbau von Friedensfertigkeit – eine Kompetenz, die auf allen Ebenen extrem hilfreich wäre. Das bedeutet auch das Aushalten von Widersprüchen + Zulassen von Veränderungen + Mitwirken an notwendigen Veränderungen wenn alte Strukturen nicht mehr hilfreich sind.

 

 

 

Friedenserziehung…sollte schon in der Schule gelehrt werden. Um Friedenskompetenzen zu schaffen, ist es wichtig Bewusstheit für Unfrieden und seine Ursachen zu schaffen. Und zwar in einem Selbst…in der Familie…am Arbeitsplatz und innerhalb der Gesellschaft oder unterschiedlichen Gruppierungen.

 

Aber hierzu ist es wichtig zu verstehen – was die Ursachen sind…für unfriedliche Verhältnisse…in einem Selbst…in der Verhältnismäßigkeit der eigenen Bedürfnisse…der Verteilungsgerechtigkeit im eigenen Land – auf der Welt.

 

Wie kann erlernt werden mit individuellen, gesellschaftlichen und internationalen Konflikten umzugehen, die dahinter stehenden Interessen erkennen und Lösungswege suchen?

 

Gibt es das Schulfach: Friedenskompetenz – und zwar nicht im Sinne von Dulden und Still sein…sondern von analytischen Denken, das viele Aspekte mit einbezieht:

  • Im Rahmen von Erkennen und Kommunizieren
  • Umgangs-und Ausdrucksmöglichkeiten von Meinungen
  • Klarheit und Kraft auch Veränderungen in die Wege zu leiten

 

Frieden heißt auch nicht Nichtstun…sondern Zivilcourage zeigen.

 

"In vielen Schriften und Programmen steht als Begründung für Friedenserziehung ein Satz aus der Präambel der Verfassung der UNESCO aus dem Jahre 1945: "Da Kriege in den Köpfen der Menschen beginnen, muss in den Köpfen der Menschen Vorsorge für den Frieden getroffen werden".

 

(Da frag ich mich jetzt schon, warum da so wenig „Werbung“ dafür gemacht wird…bleibt also nur…selbst an diesen Friedenskompetenzen zu arbeiten und sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen und so in der Maße vielleicht Veränderungen zu erzielen oder wenigstens anzustoßen.)

 

Dabei immens wichtig

 

  • Die eigene (und oft nicht sehr angenehme) Reflektion der Konditionierung
  • Unterscheidung von kurzfristigen aber auch übergeordneten Ziele im Leben
  • Die Hintergründe anderen Denkens zu verstehen
  • Eine Sprache zu finden – die alle verstehen können.

 

Frieden heißt nicht…dulden…sondern aufmerksam machen…langfristig denken…festgefahrene Strukturen in Frage stellen…auf Optimierung und Gerechtigkeit hinarbeiten.

 

Gebet der Vereinten Nationen


Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn
im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

 

 

... alles beginnt in unserem Kopf und in unserem Herzen - ob wir den Wunsch danach nicht verlieren und Möglichkeiten finden, davon etwas in die Welt zu bringen....- wie wir uns und unsere nächste Umgebung wahrnehmen - ist Teil eines beginnenden Friedens ...

 

Ob wir Brücken schlagen wollen...und nicht aufgeben...wie diese Frauen:
 

www.youtube.com/watch...Prayer of the Mothers - Arabische und Frauen und Mütter aus Palästina singen und gehen gemeinsam für den Frieden! Sie haben die Hoffnung für eine Zukunft ohne Krieg für ihre Kinder noch nicht verloren!

Wenn wir verstehen...daß es große Kriege gibt...die im Kleinen anfangen...im Unfrieden, in Ungerechtigkeit, in Ausgrenzung und Abwertung - und das betrifft viele Bereiche unseres Lebens...denn:

 

 

 

Friede beginnt bei der Achtsamkeit der Worte

Friede benötigt Geduld und Ideenreichtum

Friede ist ein immerwährender Prozess

Friede beginnt mit dem Respekt vor dem Leben

Friede hinterfragt verfestigte Strukturen

Friede kann etwas verändern

Friede benötigt Zeit, damit Wunden heilen können

Friede benötigt Sicherheit und Wohlwollen